Die Akupunktur
Die chinesiche Medizin geht davon aus, das durch den Körper
Energie (das Qi = die fließende Lebensenergie) strömt. Diese
Energie teilt sich auf in positive Energie (Yang) und negativer
Energie (Yin). Diese Energie fließen in Kanälen, der Meridiane
durch den Körper.
Ist die Körpermeridiane nicht mehr im Gleichgewicht, kommt es zu
so genannten pathologischen Zuständen, sprich Krankheiten, die
durch Einflüsse (Hitze, Kälte, Wind, Nässe, aber auch Stress und
Angst, Überanstrengungen, Trauma, Durchblutungsstörungen)
forciert werden können.
Durch die Stimulierung der Akupunkturpunkte kann der
Energiezustand wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, wodurch
der Körper wieder heilen kann.
Die Akupunkturpunkte im Körper eines Pferdes besitzen steuernde
Wirkung auf die inneren Organe und können somit deren
Arbeitsweise drosseln oder steigern. Somit hängt der Erfolg der
Akupunktur davon ab, die „jeweils richtigen“ Punkte zu treffen.
Anwendungsmöglichkeiten der Akupunktur:
- Erkrankungen des Bewegungsapparates (Muskeln, Knochen)
- Erkrankungen der Atemwege
- Erkrankung der Fortpflanzungsorgane
- Erkrankung des Verdauungstraktes
- Erkrankung des Nervensystems
- Stress und Angstzustände
- Verhaltensstörungen
- Behandlung des Immunsystems
Es gibt verschiedene Akupunkturtechniken:
Akupunktur
Mit unterschiedlichen Nadeln auch Trockenakupunktur genannt.
Aqua-Akupunktur oder Nass-Akupunktur. Durch die
Injektion der Flüssigkeit wird der Akupunkturpunkt durch den
Druck der Flüssigkeit 10 bis 15 länger ausgeübt.
Jedoch sind die Kanülen sehr viel spitzer als bei der
Trockenakupunktur, können sie tiefer in das Gewebe eindringen,
so dass dadurch die Verletzungsgefahr der Zellen größer ist.
Elektrostimulation
Hierbei werden die Akupunkturpunkte mit Hilfe von Elektrogeräten
stimuliert. Wichtig ist, dass die Spannung schrittweise erhöht
wird, dass das Pferd die Reizung zwar spürt, sich jedoch nicht
unwohl fühlt.
Moxibution und Hitzetherapie
Die Moxibution erfolgt darüber, dass man ein Heilkraut (Moxa)
abbrennt. Moxa ist das chinesische Wort für getrockneten und
pulverisierten Blätter des Beifuß. Es gibt sie als Kegel oder
auch in Form einer Zigarre. Sie werden direkt über die Haut
verrannt, so dass die entstehende Wärme in das tiefergelegene
Gewebe gelangt.
Ich selbst habe einen Allergiker und wenn er Hustenreiz
verspürt, dann „moxle“ ich bestimmte Punkte, so dass die
Reizung verschwindet. Meist ist nach einigen Tagen der
Behandlung, eine Sitzung dauert ca. 10 Minuten der Husten wieder
verschwunden.
Laser-Akupunktur.
Dieses Begriff erklärt sich von selbst.
Massage
Hierzu möchte ich direkt auf ein phantastisches Buch
verweisen:
Druckpunktsystem und Beziehungstraining.
Pulsierende Magnetfeldtherapie
Geht man in unserer Geschichte einige tausend Jahre zurück,
so wird man feststellen, dass schon die Ägypter Krankheiten mit
Hilfe von Magneten behandelt haben.
Heute verwendet man die Pulsierende Magnetfeldtherapie bei
unterschiedlichsten Erkrankungen in der Humanmedizin und in den
letzten Jahren auch vermehrt in der Veterinärmedizin.
Die Anwendungsgebiete gerade beim Pferd sind heute, die
Behandlung von:
Entzündungsprozesse, Arthosen, Sehnenerkrankungen, chronische
Erkrankungen, Verspannungen (u.a. auch Rückenprobleme), sowie
Traumata und auch Frakturen. Selbst bei der Behandlungen von
Kolikern wurden ausgezeichnete Erfahrungen gemacht.
Schmerzen werden gelindert und die körpereigenen Heilungskräfte
werden ohne Nebenwirkungen aktiviert.
Dank intensiver Forschung weiß man heute, dass die
pulsierende Magnetfeldtherapie bei fast allen Krankheiten
unterstützend angewendet werden kann.
Die durchblutungsfördernde Wirkung sowie die Entspannung, die
sich im Körper durch die pulsierende Magnetfeldtherapie
einstellt, ist gerade für das Pferd von heute – dem Sportler –
mit enormen Erfolgen bei der Prävention von Krankheiten und zur
Leistungssteigerung im Turnier- und Freizeitsport einsetzbar –
ganz ohne Doping.
Fragen zur Thematik? Einfach eine E-Mail an: info@reitertipps24.com.